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Faszination Nofretete. Bernhard Hoetger und Ägypten (26. April bis 25. August 2013)

Ein kurzer Ausstellungsrundgang mit Dr. Katja Lembke

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Am 6. Dezember 2012 jährte sich zum 100. Mal die Entdeckung
der Büste der Nofretete. Zwar wurde sie erst viele Jahre später
der Öffentlichkeit vorgestellt, doch die sensationellen Funde aus
der Königstadt Amarna inspirierten unmittelbar Künstler und
Schriftsteller, wie Rainer Maria Rilke oder Thomas Mann. Auch
der expressionistische Künstler Bernhard Hoetger geriet damals
in den Bann der Kunst der Alten Ägypter: Bereits die Gestaltung
des Darmstädter Platanenhains kurz vor dem 1. Weltkrieg war
geprägt von diesem Vorbild. Damit begann eine mehrjährige
ägyptische Phase im Schaffen Bernhard Hoetgers. Mit der Unterstützung
seines Mäzens Hermann Bahlsen, dem Gründer der
gleichnamigen Keksfabrik in Hannover, entwickelte er sogar die
Idee einer ägyptischen Metropolis mitten in Hannover. Wegen
des frühzeitigen Todes des Firmeneigners wurde sie aber nicht
realisiert.

3D-Animation der TET-Stadt in Hannover

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In der Ausstellung stellen wir dieses phantastische Projekt als
Modell und in 3D-Simulation vor und zeigen, wie die Neufunde
aus Amarna die künstlerischen Werke des frühen 20. Jahrhundert
beeinflusst haben. Auch ein ägyptischer Ausdruckstanz
erfreute sich damals großer Beliebtheit. Die maßgebliche Vertreterin
gab sich sogar einen ägyptischen Künstlernamen:
Sent M´Ahesa. Ihr Bildnis zeigt als erstes den unmittelbaren
Einfluss der Büste der Nofretete, sogar schon vor ihrer öffentlichen
Präsentation!

Dank großzügiger Leihgaben aus dem Ägyptischen Museum
Berlin können Ursprung und Wirkung der Kunst Altägyptens in
bislang einmaliger Form präsentiert und auch die besondere
Rolle Hannovers als innovatives Kunstzentrum zu Beginn des
20. Jahrhunderts erstmals gewürdigt werden.

Hannovers Nofretete

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